Achterbahnfahrt
Ein Tanz der Frequenzen und Schwingungen lösen Explosionen an Emotionen aus. Gerade stand die Welt noch richtig da, plötzlich ist alles anders und morgen schon wieder. Alles neu oder alles auf den Kopf gestellt. Nichts was ist, kann bleiben, nur weil es bequem ist. Alles unterliegt im Moment dem Flow der universellen Veränderung. In manchen Momenten rast die Zeit als würde sie vor jemanden davon rennen und im nächsten Moment ist absolute Stille und Stillstand. Ein Gefühl des Zerissenseins und trotzdem ist alles nur ein Spiel. Nur sind wir alle so sehr in der Beschäftigung gefangen, dass wir die Leichtigkeit komplett aus den Augen verloren haben. Alles ist schwer und dunkel, alle sind müde und ausgelaugt. Kaum einer strahlt wie ein Honigkuchenpferd und reist Witze, so das alle anderen sich den Bauch vor lachen halten müssen. Das Gegenteil ist leider der Fall. Überall lausche ich Gesprächen, die von überschwappenden Emotionen und Opfermodushaltung nur so strotzen. Alle sind auf das Dichte und Negative fokussiert.
Hat eigentlich irgendjemand bemerkt das die Natur zu leuchten begonnen hat und die Tiere täglich ein Fest der Freude feiern? Wer hat bemerkt, dass die Sonne mit sich selbst um die Wette strahlt, auch wenn Wolken am Himmel sind? Wer hat die funkelnden Sterne gesehen, die uns jede Nacht an unsere wahre Heimat erinnern? Wer lauscht in der Stille auf die Stimme seines Herzens, was leise flüstert und uns wichtige Dinge sagen möchte und die Liebe des Universums in sich trägt?
Wer von euch erlebt gerade eine Achterbahnfahrt und keiner hält das Rad an? Sondern es dreht sich jeden Tag einfach in eine andere Richtung, so dass wir irgendwann gar nicht mehr wissen wo oben und unten ist. Wer hält die Stopptaste in seinen Händen und drückt endlich drauf? Ich fürchte keiner. Sondern vielmehr möchte das Universum, dass wir uns an diese neue und chaotische Geschwindigkeit des Lebens gewöhnen und trotzdem all die Wunder um uns herum und in uns zu sehen. Das Universum spielt und wir sollten das auch wieder tun. Wer hat einmal behauptet, dass dieses Spiel ein anstrengendes werden soll und eines, welches Schmerzen verursacht und wir kein Mitspracherecht hätten? Keiner. Nur wir selbst. Wir denken wir wären zu klein und zu schwach um das Rad des Lebens selbst zu drehen und lassen es lieber drehen (meist lassen wir uns von unseren Emotionen bestimmen). Wir denken, wir währen zu unwichtig und unwissend um selbstwirksam zu sein. Wer sagt das uns den ganzen Tag die Sonne aus dem Hintern scheinen muss und wir immer nett und freundlich sein müssen? Wer sagt uns, dass wir nicht unsere Meinung sagen dürfen? Wer entscheidet welches Gefühl oder welche Emotion gerade angemessen ist?
Schon Osho sagte: ‚Ein Tag in dem nicht jede Emotion einmal gefühlt wurde, ist ein verlorener Tag.‘ Nur wir selbst sind es, die sich nicht erlauben vor Wut zu schäumen und Scheiße zu schrein wenn uns danach ist. Nur wir sind es, die sich nicht erlauben aus vollem Bauch zu lachen und im nächsten Moment Sturzbäche von Tränen zu weinen, einfach weil uns gerade danach ist. Nur wir selbst sind es, die sich selbst den ganzen Tag erzählen, was wir zu tun und zu lassen hätten und wie wir uns am besten zu verhalten hätten. Heißt wütend oder traurig zu sein, dass man nicht spirituell ist? Heißt Angst, dass man unbewusst ist?
Ich möchte heut einmal damit aufräumen und meine Sicht der Dinge erzählen. Es gibt Tage, an denen sind die Zweifel an meinem Tun so übermächtig, dass ich mich am liebsten verkriechen würde. Es gibt Tage, an denen ich vor Ideen nur so überquelle und am liebsten alles gleichzeitig umsetzen würde. Dann gibt es Tage, an denen mir mein gesamter Körper weh tut und ich mich zwingen muss zu funktionieren, aus Angst in das tiefste Loch des Universums zu stürzen, aus dem ich nie wieder raus komme. Dann gibt es Tage, da bin ich vor Freude die Sonne selbst und leuchte aus jede Pore meines Körpers. Dann gibt es Nächte, in denen mir die Angst begegnet und mich festhält in ihrem Griff. Sie besucht mich immer wieder, nur um mich zu erinnern, dass sie da ist. Ich unterhalte mich dann mit ihr und sage ihr, das es ok ist das sie da ist, sie solle aber bitte etwas leiser sein. Macht sie natürlich nicht, denn die Angst ist stur und lässt sich nichts sagen. Wenn ich sie jedoch einfach nur da sein lasse, ohne etwas gegen sie zu unternehmen, ist sie ein stiller Gast ohne Schaden anzurichten. Sie sagt, sie hat ihre Berechtigung wie die Freude und die Liebe. Da hat sie wohl recht.
Dann gibt es Tage und Nächte, da ist alles gleichzeitig da und mein Schatten und mein Licht tanzen als gäbe es kein Morgen. Soll ich dir was sagen? Es ist oft anstrengend und ich würde gern die Stopptaste drücken und sagen ich will zurück in den Bauch meiner Mama, um ja nicht selbst die Verantwortung für all meine Gedanken und Gefühle übernehmen zu müssen. Ja, es gibt Tage, auch bei mir, da hab ich keinen Bock auf all den Scheiß hier auf der Erde und dann gibt es Tage, da liebe ich alles so sehr und könnte mir kein schöneres Leben vorstellen.
Was ist nun richtig, was falsch? Welches Gefühl in mir ist richtig und welches sollte ich lieber weg-meditieren? Weißt du wie ich die schwersten Tage davon am besten überlebe?
In dem ich einfach alles da sein lasse was gerade da ist und nichts davon versuche zu verbannen oder davor wegzulaufen. Ich versuche die Welle der Emotionen zu surfen und mich nicht von ihr unter Wasser drücken zu lassen. Mein Mann kann ein Lied davon singen, wie anstrengend ich an solchen Tagen sein kann. Und an dieser Stelle mag ich dir dafür DANKE sagen. Danke das du mich liebst OBWOHL ich auch mal richtig scheiße bin und den ganzen Tag weine und mein Leben verfluche. Danke das du mich einfach nimmst wie ich bin, ohne mich zu verändern. Wir beide wurden vom Universum schon durch viele Leben miteinander verbunden und kennen uns blind. Menschen wie ihn an meiner Seite zu haben wünsche ich jedem von euch. Es ist ein Geschenk des Himmels, geliebt zu werden, OBWOHL wir nicht immer richtig funktionieren und dicke Wolken unsere innere Schönheit verdecken. All zu oft sind wir jedoch auf all die Wolken fokussiert und sehen übergabt gar nicht, wieviel Liebe trotzdem in unserem Leben ist.
Wenn du gerade traurig und verzweifelt bist, sei dir bewusst, es gibt da draußen mindestens einen Menschen dem du wichtig bist und der dich liebt. Alle anderen Gedanken entstammen deinem Ego. Lass dich also nicht von deinen Gefühlen leben, sondern lebe deine Gefühle!!! Steh heute wieder auf und erlaube dir deine Tränen, deine Wut, dein Lachen und gleichzeitig die Liebe in deinem Leben, dann kannst du niemals in dunkle Abgründe gerissen werden. Öffne dich wieder für die Liebe. Denn wenn du alle Türen in dir schließt, kann niemand hinein, auch die Liebe nicht.
Dieser Text soll dir heute Mut und Hoffnung schenken, wenn du gerade nur die Dunkelheit siehst. Erinnere dich: ‚Auch in der Nacht scheint die Sonne, sie geht niemals unter, nur DU änderst deinen Standort.‘ Die Liebe ist jeden Tag um dich, du darfst sie wieder beginnen einzuatmen, dich zu erinnern wer du bist und all deine Zellen für die Liebe des Lebens zu öffnen. Deine Gedanken sind Energie und fließen immer in die Richtung in die du blickst. Das ist kein spirituelles Gelaber, sondern ein kosmisches, universelles Gesetz. Auch bist du nicht weniger spirituell, wenn du ALLE Emotionen in dir fühlst. Aus meiner Sicht geht es doch genau darum! Spiritualität zu leben, in jedem Augenblick, mit allem was da ist. Die Annahme von allem was ist, ist der Schlüssel. Alles entstammt aus der selben Quelle der Liebe, auch die Angst und die Wut. Du bist also sehr spirituell, wenn du dir all deine Emotionen erlaubst, sie lebst und auch noch bewusst wahrnimmst. Und wenn du all das halten kannst, wird es auch jemand geben, der dich in diesen Situationen halten kann. Ein Kreislauf – aus Liebe.
Verändere deine Gedanken über dich und deine Welt wird sich verändern.
Nimm dich und alles in deinem Leben an und es wird fließen. Das Universum ist immer für uns, wir vergessen es nur immer wieder.
Kristin