Meine Vision eines freien Lernortes.

Freiheit.  Was bedeutet dieses Wort eigentlich? Warum streben wir nach dieser?

Ein Wort so groß wie wir selbst.

Ist unsere Seele nicht eigentlich leuchtende Energie? Ist Freiheit eigentlich selbstverständlich für unsere Seele? Kann es sein, dass wir nur deshalb den tiefen Wunsch nach Freiheit in uns tragen, weil wir den Zustand hier auf Erden erreichen wollen, den wir als Seele, frei von unserem Körper spüren? Ist es denn überhaupt möglich, diese Art der Freiheit als Mensch zu erleben oder laufen wir Jahrtausende lang nur einer Illusion hinterher?

Ich stelle diese Fragen sehr bewusst, denn genau diese Fragen stelle ich mir seit Monaten.

Nach unserer Reise haben wir uns eingeengt und unfrei gefühlt. Wir wollten am liebsten sofort wieder in den Camper einsteigen und weit weg fahren…alles hinter uns lassen um frei zu sein…. An dieser Stelle möchte ich unserer in uns wohnenden Intuition danken. Denn diese hat uns vor einem sehr dummen Schritt bewahrt. Wir hatten uns entschlossen unser Haus zu verkaufen und erst einmal weiter zu reisen. Nachdem wir diese Entscheidung mit unserer Familie und Freunden geteilt hatten, fühlten wir jedoch keine Erleichterung, sondern eine große Enge in uns.

Ich wäre nicht ich selbst, wenn ich diese intensiven Signale überhört hätte.  Also kommunizierte ich auch dies und fühlte hinein, was sich hinter dieser Enge verbarg.

Zum Vorschein kam das tiefe Bedürfnis nach einem freien, selbstbestimmten Leben und der Wunsch, uns mit ‚Gleichgesinnten’ zu verbinden. Die Erkenntnis, dieses Leben hier angeblich nicht leben zu können, weil die meisten Menschen um uns herum ein komplett anderes Leben führen und wir uns überhaupt nicht zugehörig mit unserer Andersartigkeit fühlten, tat weh und weckte eine Vision in mir.

Dazu möchte ich dir eine kurze Geschichte erzählen:

Wir haben vor über drei Jahren die Entscheidung getroffen, unsere drei Kinder freilernend und eigenverantwortlich zu begleiten und meldeten sie von Schule und Kindergarten ab. Der Auslöser war unser Sohn Jonathan, der für sich selbst entschied, nicht mehr in die Schule zu gehen. Wir haben schon damals die Bedürfnisse und Signale unserer Kinder sehr aufmerksam beobachtet und wahrgenommen. Also traten wir in die Welt des Freilernens und daraus resultierendem frei-Lebens, ein. Wir verschlangen sämtliche Bücher von Andre Stern und Gerald Hüther und schauten Videos von Ricardo Leppe und tauchten so immer tiefer in ein selbstbestimmtes Leben ein. Von Tag zu Tag, wurde es immer logischer für uns, unsere Kinder innerhalb der Familie zu begleiten und die Verantwortung für ihr Wohlergehen und ihre Bildung nicht an Fremde abzugeben, sondern all dies zu uns als Eltern zurückzuholen.

Der Weg der seither hinter uns liegt, ist kein leichter. Jedoch würden wir diese Entscheidung immer wieder treffen und haben sie keinen Tag bereut. Es bedeutete eine große Umstellung, unsere Kinder 24/7 um uns und nie wirklich Luft, Raum und Ruhe zu haben und den Kindern, neben Praxisbetrieb und Haushalt noch lesen, schreiben und Co. beizubringen…Jedoch ist es auch ein unglaubliches Geschenk, denn in dieser Zeit habe ich viele meiner Schatten und nicht-selbst Versionen von mir erkennen dürfen und auch die Schmerzen meines inneren Kindes geheilt. Zusammen zu sein, ist seither Normalität und keine Herausforderung mehr. Es fühlt sich sogar schon komisch an, wenn einer mal einen Tag nicht da ist. 

Früher war es normal, dass Familien unterschiedlichster Generationen, zusammen lebten und für einander da waren. Heute ist es schon fast zur Seltenheit geworden.  Diese Unterstützung von vielen, gibt es heute nicht mehr und somit stehen die meisten frei-lernenden Familien alleine da und kämpfen oft gegen Windmühlen. Dazu kommt noch der schmale Grad auf dem wir uns befinden…denn rein rechtlich gesehen, ist Freilernen in Deutschland nicht erlaubt.

Daher auch unsere Flucht-Gedanken…Haus verkaufen, Reisen und legal Freilernen und Leben, an den schönsten Stränden der Welt….irgendwie logisch oder?

Das Universum und unsere Seelen haben jedoch etwas anderes mit uns vor. Denn all das wäre ja viel zu einfach gewesen. Obwohl ein Teil in mir immer noch die Flucht ergreifen will…aus der Angst heraus, diese große Vision, die sich seit einiger Zeit in mir gebildet hat, nicht halten und umsetzten zu können.

Ich bin nun trotzdem soweit, um meine Vision mit dir und der Welt zu teilen.

Was ist das Gegenteil von Weglaufen?…..Verbindung!!!

Genau darum geht es in meinen Träumen für unsere Zukunft. Ich möchtet etwas erschaffen, was es vielen Familien ermöglicht, ihre Kinder so selbstbestimmt und frei wie möglich aufwachsen zu lassen um damit ihrer Seele einen Teil der ersehnten Freiheit zu ermöglichen.

Die Welt um uns herum ist im Wandel. Mittlerweile müsste dies auch der Letzte gespürt haben. Wir können nicht mehr so weitermachen wie die letzten Jahrzehnte….es ist genug. Vorbei ist die Zeit der Ausbeutung von Ressourcen der Erde. Jetzt geht es darum, wieder im Einklang mit ihr zu leben und alles in einem Kreislauf zu betrachten und alles in diesem zu belassen und zurückzuführen. Vorbei ist die Zeit der Logik und des Verstandes. Wir haben verlernt uns als fühlende, göttliche Wesen wahrzunehmen. Intuition und Bauchgefühl wurden mit Füßen getreten und bestraft. Vorbei ist die Zeit der Vorgaben und sinnlosen Regeln. Vorbei eine alte Art von Schule und Kindererziehung, die auf Bestrafung und Frust beruhte.  Die Zeit der Wandlung ist jetzt da und es braucht mutige Menschen, die Neues erschaffen. Eine neue Möglichkeit der Gemeinschaft und auch neue Möglichkeiten des Lernens. Dies kann jedoch nicht auf alten Strukturen aufgebaut werden. Die Erde bewegt sich, Wind weht und Altes verliert seine Gültigkeit, macht Platz für Neues.

Ich möchte für unsere Kinder einen Ort erschaffen, an dem sie erblühen können, um ihre Gaben, die sie seit ihrer Geburt in sich tragen, zur Entfaltung zu bringen. Kinder müssen nicht zu etwas gemacht werden, sie sind schon alles, sie bauchen nur den freien Raum, unser Vertrauen und unsere Liebe dafür. Wir als Eltern können so viel von ihnen lernen, doch wir stellen uns viel zu oft über sie, weil wir meinen, älter, erfahrener und gebildeter zu sein. Wir meinen zu wissen, was sie brauchen und glauben, Kinder wären kleine, schwache Wesen. Ist das wirklich wahr? Sind wir soviel besser und stärker als unsere Kinder? Sind wir soviel schlauer und weiser als sie? Oder kann es vielleicht sein, dass wir als Eltern einen Prozess der Dekonditionierung durchlaufen müssen, um wieder zu lernen, wer wir eigentlich sind und weshalb wir auf dieser Erde sind?

Geht es wirklich darum, hart zu arbeiten um zu beweisen, dass wir richtig sind? Ist es vom Universum so gedacht, dass wir nur an wenigen Tagen im Jahr Pause haben um die Dinge tun können, die wir lieben und die uns Freude bereiten? Oder dürfen wir ein Leben gestalten, in dem wir ausschließlich Dinge tun, die uns begeistern?  Was wäre, wenn wir aufhören zu funktionieren um zu gefallen? Was wäre, wenn wir von Beginn an ein Leben kreieren, welches sinnvollen Mehrwert für andere generiert und unsere Bedürfnisse trotzdem an oberster Stelle stehen? Ohne Zwang und Vorgaben, sondern frei und selbstbestimmt.

Uli und ich haben in den letzten Jahren gelernt, dass dies nicht allein umsetzbar ist. Der Spruch: ‚Es braucht ein ganzes Dorf um ein Kind zu begleiten.‘ kommt nicht von irgendwo…sondern hat seine Berechtigung. Es ist eine Illusion und sehr kräfteraubend, diese Vision des Lebens, allein umsetzen zu wollen.

Daher kam diese Vision zu mir:

Ich möchte einen Ort für Kinder und ihre Familien erschaffen, an dem sie die Möglichkeit zur Verbindung mit andern haben um sich gegenseitig zu stärken und das Bedürfnis der Seele nach Freiheit, Raum zu geben.

Ein Ort, an dem jeder lernt, nach seinem persönlichen Design und seinen Bedürfnissen zu leben, um nicht in die Falle der Konditionierung und des falschen Selbst zu tappen.

Ein Ort an dem etwas Neues entstehen kann und Kinder spielend lernen, ihr Potential zu entfaltet und dies nicht durch sinnlose Aufgaben und Vorgaben verstauben zu lassen.

Ein Ort an dem Permakultur, Selbstversorgung, Selbstermächtigung, Selbstständigkeit und Autarkie gelebt wird und das alte Schul – und Finanzsystem in den Hintergrund rückt.

Ein Ort, an dem für andere etwas entstehen kann und einen Mehrwert für die Gesellschaft generiert ohne sich selbst zu bereichern.

Ein Ort, der die natürliche Begeisterung zum Lernen fördert und durch die Verbindungen der einzelnen Familien und Lernbegleiter, etwas viel größeres werden kann, als es das Wort Schule jemals ausdrücken könnte.

Ein Ort der nichts mit Schule von gestern gemeinsam hat, sondern vor allem Neues oder sehr altes und vergessenes Wissen zur Verfügung stellt.

Einen Ort, der Freies Lernen legal erlaubt und trotzdem die Möglichkeit bietet, Kindern Wissen zur Verfügung zu stellen, welches SIE als wichtig erachten und nicht welches von außen vorgegeben wird.

Ein Ort, an dem die Kinder nicht kommen müssen, sondern den sie selbst gestallten und voller Freude, nach ihren Bedürfnissen besuchen können.

Ich möchte einen Ort der Freude und Begeisterung fürs Leben erschaffen, an dem die Kinder wieder lernen, sich mit der Erde zu verbinden, um mit ihr in einer Symbiose zu leben, an dem die Kinder wieder erinnert werden, welche Kraft in ihnen steckt.

Ich suche Menschen, die mit mir gemeinsam diesen Ort entstehen lassen wollen. Menschen, die nicht gegen das System sind, sondern nach einer neuen Art des Lebens streben und ihren Kindern und sich selbst die Möglichkeit geben wollen, die beste Version ihrer selbst zu sein. Ich möchte mit vorerst 5-6 Menschen diese Vision ins Leben rufen und weiter ausdehnen. Weiterhin braucht es engagierte Menschen für die Umsetzung und Erhaltung. Lasst uns gemeinsam Grenzen sprengen, für unsere Kinder, um uns zu verbinden. Wenn du dich also gerufen fühlst, ein Gründungsmitglied dieses freien und lebendigen Ortes zu werden, um uneigennützig etwas wunderbares entstehen zu lassen, melde dich bei mir. Geplant ist, in einem Jahr (2024), diesen magischen Ort zu eröffnen. Weiterhin suche ich Menschen, die dieses Projekt finanziell, uneigennützig unterstützen wollen. Denn auch wenn ich es gern anders hätte, ohne Geld, wird diese Vision ein Traum bleiben.

Um dieser Vision schon zu Beginn eine Möglichkeit zu geben, habe ich mir Unterstützung von einer wundervollen Frau geholt. Sie unterstütz als Coach, Gründer von freien Schulen und Lernorten dabei, den Träumen eine realistische Form zu geben, sodass diese von offizieller Seite akzeptiert werden. Ich bin mit meiner Vision nicht allein, es gibt Deutschlandweit ähnliche Projekte, die schon erfolgreich angelaufen oder in der Entstehung sind. Daher habe ich eine große Hoffnung im Gepäck, dass diese Vision Realität für unsere Region wird.

Durch diese große und leuchtende Vision, ergibt unser Leben hier wieder einen ganz neuen Sinn. Ich möchte etwas Sinnstiftendes initiieren und dadurch meine Wurzeln in meiner Heimat noch tiefer hineinwachsen lassen um somit auch unseren Kindern starke Wurzeln zu ermöglichen.

Ich gebe diese Worte jetzt hinaus zu dir und lasse das Universum entscheiden, was daraus wächst.

Verbindung ist das Zauberwort, weglaufen können wir immer noch!

Aho Kristin