Heilung geschieht im Moment
Um was geht es denn eigentlich im Leben?
Diese Frage haben wir uns zuhause sehr oft gestellt. Wir haben geredet…haben überlegt…gezweifelt, an uns, an unserem Tun und unserem Leben.
Jetzt sind wir auf unserer Reise, welche gefühlt gerade erst beginnt, obwohl wir schon sechs Wochen unterwegs sind. Wir haben beide einige Wochen gebraucht, um in uns anzukommen und aus diesem gut antrainierten ‚Tunmodus‘ herauszukommen und ihn zu unterbrechen. Dieser flüsterte uns noch sehr lange heimlich ein schlechtes Gewissen ins Ohr. Gedanken über diese ‚Untätigkeit‘ wechselten sich ab. In Momenten des Seins, gab es immer dieses unterschwellige Gefühl, dass es nicht richtig sei, nichts zu tun und es auch noch zu genießen.
Obwohl achtsames Sein und bewusste Heilung für jeden das größte Tun sein sollte.
Wir sind einfach alle so gut von Gesellschaftsdenken und Normen geprägt, dass diese im Unterbewusstsein weiter existieren, auch wenn wir unser Leben augenscheinlich verändern. In der Gesellschaft ist es schon immer gerne gesehen, wenn einer fleißig ist und viel arbeitet. Dies wird als rechtsschaffend und erstrebenswert angesehen. Ausschließlich das Wochenende und der Urlaub sind zum Ausruhen gestattet. Innere Arbeit gab es nicht und wird heute noch teilweise belächelt.
Die Gesellschaft verändert sich jedoch schon seit vielen Jahren. Ein Wandel ist stark spürbar. Die Energieerhöhung der Erde geht an niemandem mehr vorbei. Unsere Schwingung wird kontinuierlich erhöht, ob wir wollen oder nicht.
Wir treffen viele Menschen, die ihr Leben ähnlich hinterfragen wie wir und es gleichzeitig auch verändern. Denn über Veränderung und Erneuerung zu sprechen ist das eine, sie zu leben, das andere.
Mittlerweile geht es nicht nur darum zu träumen, sondern sich die Erlaubnis zu geben, diese Träume auch zu leben. Sich auch die Erlaubnis zu geben, die inneren Prozesse zu halten und ihnen Raum zu geben wenn sie da sind, nicht erst wenn unser Geist eine freie Lücke im Terminkalender findet. Und dies wird er selten tun, denn Heilung und all die Prozesse drumherum können zeitweise schmerzhaft und unangenehm sein.
Deshalb erwischen wir uns immer wieder dabei, wie sich unser Geist in die Gespräche einmischt, wie er die Stimme unseres Herzens gekonnt zur Seite schiebt und uns konstruierte Ängste und Glaubenssätze zeigt.
Wir sind jedoch in der glücklichen Situation, es auch sofort zu spüren und zu reflektieren. Wir nehmen uns die Zeit dafür, uns ehrlich mitzuteilen. Wir wenden uns den drei Ebenen in uns zu: unserem Körper (ich spüre), unserem Geist (mein Kopf denkt) und unseren Gefühlen (ich fühle).
Dadurch sind wir im Moment. Hier. Jetzt. Um nichts anderes geht es. Alles andere ist konstruiere Illusion unseres Geistes.
Deshalb komme ich auf die Frage zurück, um was es im Leben eigentlich geht? In meiner Welt geht es darum, zufrieden und glücklich im Moment zu sein.
Wenn wir achtsam durch den Tag gehen und immer wieder innehalten, um bewusst in unseren Körper einzuatmen und die verschiedenen Ebenen in uns wahr zu nehmen, öffnen und harmonisieren wir unser Energiefeld. Wenn es rein und klar ist, wird dies von unserem Körper und unserer Umgebung wieder gespiegelt.
Da stellt sich plötzlich nicht mehr die Frage was als nächstes zu tun ist, sondern durch das Gesetz der Resonanz, wird der nächste Schritt von ganz allein sichtbar. Wir dürfen es nur wahrnehmen und die Zeichen des Universums und unseres Herzens erkennen und ihnen dann auch folgen.
Das kann eine Blume am Straßenrand sein, ein Regenbogen, eine Feder, die vor unsere Füße fliegt oder ein Buch was uns ‚zufällig‘ in die Hand fällt. Es kann eine ‚versteckte‘ Botschaft in einem Gespräch sein oder nur ein Wort, welches auf einer Wand steht. Als ich in Tarifa in einem Bioladen war, lagen an der Kasse die Flyer (in deutsch) um Wale in freier Wildbahn zu sehen…ich nahm ihn mit und wir hatten ein paar Tage später einen unvergesslichen Tag und durften Pottwale und Grindwale beobachten.



Botschaften sind überall. Wir dürfen sie nur sehen.
Genauso reisen wir. Der anfängliche Plan, einmal um die Iberische Halbinsel zu fahren, hat sich sehr schnell in Luft aufgelöst. Zu schön sind die Orte die wir entdecken, um achtlos an ihnen vorbeizufahren, nur um schnell voranzukommen und möglichst viel in kürzester Zeit zu ‚sehen‘. Wir reisen eher langsam und gemütlich und genießen es, mehrere Tage an einem Ort zu bleiben oder sogar wie jetzt, wieder an einen Ort zurück zu kommen.
Andalusien und vor allem die Region um Tarifa hat uns verzaubert. Es ist hier gründer als an den Orten in Spanien, die wir bisher gesehen haben. Die Energie ist reiner und lebendiger. Die Menschen hier wärmer und freundlicher. Es gibt Sonne, Meer, Wale und Delfine, Sand, Früchte und warmen Wind. Auch der orientalische Hauch von Marokko weht herüber und ist in den Läden und Menschen sichtbar.
Wir fühlen uns hier im Moment sehr wohl und denken gar nicht ans weiterfahren. Gleichwohl kommt natürlich immer wieder das kleine besorgte EGOMännchen aus unserem Geist hervor und möchte uns zum nachhause fahren überreden.
Schließlich kann so eine Reise ja nicht jeder machen und nach sechs Wochen ‚Urlaub‘ ist es doch mal gut und es wäre wieder einmal wichtig zu arbeiten! So oder so ähnlich plappert es ab und zu auch in uns.
Ich bin jedoch so dankbar dieses Geplapper wahrzunehmen und mit meinem Geist zu sprechen. Denn schlußendlich liegen nur versteckte Ängste hinter diesen Gedanken. Die Angst Fehler zu machen, Angst zu versagen, Angst um die Existenz und so weiter…blablabla eben.
Für einen Teil in uns ist dieses Blablabla jedoch Realität und es leidet darunter. Das ist der Teil, der uns nachts wachliegen lässt und uns Kopfweh bereitet oder mir eben die Schmerzen im Bein und Rücken.
Ihn zu ignorieren, bringt nichts. Ihn weghaben zu wollen, noch weniger. Denn je mehr Energie ich in den Widerstand hineinfliegen lasse, um so größer werden die Steine vor meinen Füßen und es wird noch mehr von derselben destruktiven Energie hervorbringen.
Was also tun?
Ich erzähle euch meine Geschichte:
Als wir im Artsvillage waren und meine Schmerzen im Bein so stark waren, dass ich kaum drei Schritte laufen konnte, habe ich in meiner größten Verzweiflung einfach meinen Schmerz angenommen und zu meinem Körper gesprochen. Jeden Abend vorm schlafen und jeden Morgen beim wach werden, legte ich meine Hände auf mich und bedankte mich bei jeder Zelle in mir.
Ich habe diese Dankbarkeit wirklich gefühlt und fühle sie immer noch.
Ich habe meinem Körper für seine Arbeit gedankt, habe Liebe in jede Zelle hineinfliegen lassen und ihm gesagt, dass es ok ist. Das mein Körper genau so richtig ist, obwohl die Schmerzen so stark waren.
So begann ich meine Sprache zu ändern! Von ‚Ich habe Schmerzen‘, ist ‚Ein Teil meines Körpers tut weh‘ geworden.
Ich sagte zu ihm ‚Lieber Körper, ich vertraue dir!!! Du kannst allein heilen! Du kannst das, denn du hast alles in dir was du brauchst und ich unterstütze dich nun dabei!‘
Auch fragte ich ihn, was ich tun kann. Als Antwort kam, (tief in mir) dass ich noch bewusster und ehrlicher zu mir selbst sein darf und lernen muss NUR meinem Herzen zu folgen und aufzuhören, die Menschen um mich herum zufrieden machen zu wollen! Meine Familie eingeschlossen. Ich habe es einfach angenommen und nicht gezweifelt. Weder an dieser inneren Stimme, noch an mir und der Umsetzung.
Nein, das ist kein Nein zu meinen Kindern oder zu anderen.
Es ist ein klares und lautes JA zu mir selbst. Ich darf meine Bedürfnisse mitteilen und diese auch leben. Es bedeutet nicht, rücksichtslos den anderen gegenüber zu sein, sondern meine Grenzen zu erkennen und diese auch zu definieren, genauso wie ich deren Bedürfnisse und Grenzen annehme. Dadurch lebe ich auch meinen Kindern vor, wie es gehen könnte und was es bedeutet, sich selbst zu lieben und alles anzunehmen was gerade ist, auch den Schmerz mit offenen Armen zu empfangen.
Seither hat sich viel verändert. Ich nehme mir die Zeit, die mein Körper für seine Heilung braucht. Egal wie lang es dauert. Mittlerweile kann ich wieder den ganzen Tag auf den Beinen sein mit wenig Schmerzen, gleichzeitig kann ich beobachten, sobald ich Stress fühle, schmerzt mein Bein. Alles ist also in direkter Verbindung. Auch durfte ich von Giuseppe (ein Kolumbianischer Heiler) zwei Energiebehandlungen bekommen die sehr viel in mir befreit haben.
All das nehme ich in großer Dankbarkeit an, denn auch zu ihm und seiner Frau Anja hat uns mein höheres Selbst durch eine kleine Botschaft in Google Maps geschickt. (Als ich auf der Suche nach einem Campingplatz in Tarifa war, zeigte mir Maps einen Ort namens EcoSpirit an und alles in mir sagte JA!!! Also sind wir 8 Tage über Ostern dort gewesen und sind jetzt wieder hier.
Es ist wieder ein Beispiel des hermetischen Gesetztes der Resonanz. Das, was in uns ist, zieht das Außen zu uns hin. In diesem Fall ist es ein magischer Ort zum Seele baumeln lassen und zum heilen.
Warum ich euch das alles erzähle?
Weil ich weiß wie wichtig es für viele ist, durch den Weg anderer, selbst den Mut und das Vertrauen in sich aufzubringen um für sich loszugehen.
An dieser Stelle möchte ich nur sagen, dass es unser Weg ist! Es muss nicht deiner sein! Wichtig ist nur, dass sich deiner richtig und gut anfühlt.
Denk nicht an die Vergangenheit und an die Zukunft! Damit verlierst du nur Energie. Lass nicht zu, dass durch den Zustand der Angst, dein Geist dich am Vorwärtslaufen hindert. Sprich stattdessen zu ihm und nimm deine Angst mit. Sie darf da sein! Sie hat ihre Berechtigung, nur darf sie nicht die Richtung vorgeben. Wir haben jetzt die Gelegenheit, uns über unsere Schwingung in unserem Energiefeld klar zu werdend dadurch unsere Realität zu verändern.
Wenn wir also unsere Wirklichkeit verändern wollen, dann müssen wir unser Energiefeld verändern!
Genau das tun wir auf dieser Reise. Wie ich schon in der ersten BewusstseinsPost geschrieben habe, es ist eine Reise zu uns selbst. Eine wahre HeilungsReise.
Wie lange wir noch reisen…ich weiß es nicht. Was danach kommt…ich weiß es nicht. Wir spielen mit vielen Möglichkeiten, öffnen Grenzen in uns und fühlen hinein.
Was ich jedoch weiß, dass der Moment schön ist und das ist alles was zählt.
Alles was danach kommt, ist ein weiterer Moment und auch dieser wird schön sein.
Aho
Kristin


