Ehrlichkeit und ein neuer – eigener Weg
Seit 12 Tagen sind wir nun gemeinsam auf einer Reise und je länger wir unterwegs sind und je weiter wir fahren, umso ruhiger wird es in uns. Wir befinden uns auf einer Reise – welche immer weniger ein Urlaub vom Alltag ist, sondern immer mehr eine andere Form von AlltagsLeben wird!
Zeit war schon sehr schnell eine Sache, die unwichtig wurde. Vielmehr geht es darum, wann wir Hunger haben und wann wir müde sind. Sozusagen um ganz pragmatische Bedürfnisse.
Alles dazwischen wird durch bewusste Achtsamkeit nach unserem Gefühl gestaltet.
Ich empfinde dieses Leben gerade als sehr heilsam zum sonstigen, schnellen Leben nach Terminen und Vorgaben. Obwohl wir uns die letzen Jahre schon sehr von gesellschaftlichen Normen und Regeln befreit haben, hatten wir dennoch oft Sehnsucht danach, noch mehr Freiheit in unserer Leben zu lassen.
Es ist für uns ein wahres Geschenk, unsere Kinder frei aufwachsen zu lassen, frei von Schule und deren Vorgaben, wie das Leben zu sein hat. Wir als Eltern übernehmen komplett die Verantwortung für die Begleitung unserer drei Kinder. Seit wir diese Entscheidung vor knapp drei Jahren getroffen haben, sind wir als Familie durch viele Höhen und Tiefen gegangen. Denn es war viel mehr ein Entschulen von uns Eltern, als ein Entschulen der Kinder.
Unser ältester Sohn Jonathan hat damals beschlossen nicht mehr in die Schule zu gehen. Was Uli und mich sehr aus unserer konditionierten Elternrolle katapultiert hat. Da wir die Bedürfnisse unserer Kinder von Anfang an jedoch sehr ernst genommen haben, war diese Entscheidung unseres Sohnes ganz klar eine Aufforderung für uns, uns damit zu beschäftigen. Wir lasen deshalb alles was wir über Freilernen und Co. in die Hand bekommen haben und schnell wurde uns klar, Schule ist in unserer Welt immer unlogischer als Kinder Frei zu begleiten. (Kleine Anmerkung am Rande: es gibt auch ganz wunderbare Lehrer, jedoch sind diese im Dschungel des Schulsystems häufig verloren und allein. Wir sind nicht gegen Schule!!! Es ist nur einfach nicht UNSER Weg!)
Diese Entscheidung brauchte sehr viel Vertrauen ins Leben und auch in uns selbst.
Können wir das? Ist es das Richtige für uns und unsere Kinder? Treffen wir die richtige Entscheidung?
Fragen über Fragen strömten über ein halbes Jahr in unseren Köpfen herum, schlaflose Nächte und Magenschmerzen begleiteten uns.
Bis wir auf unser Herz gehört haben und den Kindergarten und die Schule gekündigt haben. Plötzlich war einfach nur Freiheit und Selbstbestimmung da und unser System konnte sich endlich entspannen. Auch bei Jonathan haben wir schnell sehr positive Veränderungen festgestellt, denn sein gesamtes Selbst hat sich von uns gesehen gefühlt. Er blühte von Monat zu Monat immer mehr auf.
An dieser Stelle möchte ich einmal kurz unterbrechen, denn es geht hier nicht darum wie genau in Deutschland damit umgegangen wird. Wir sind auch in diesem Punkt sehr im Vertrauen, dass das Universum uns auch in dieser Entscheidung weiterhin unterstützt.
Vielmehr möchte ich von unserem Weg seither berichten.
Denn als wir diese Entscheidung getroffen haben, war Uli noch Vollzeit arbeiten und ich habe mir meine Zeit in meiner Praxis hart erkämpfen müssen. Arbeit wurde dadurch für mich Luxus und war nicht selbstverständlich, so wie bei fast allen anderen Menschen. Jedoch war gleichzeitig auch der Ruf in mir da, andere Menschen bei ihrer Heilung zu unterstützen.
Kinder brauchen jedoch Zeit und bedingungslose Hingabe. Ein Nebenbei wir mit Quengelei und großem Unmut auf allen Seiten quittiert.
Viele Monate lebten wir ein zwar Schulfreies und Kitafreies Leben, jedoch fehlte etwas.
Der Stress in uns, alles unter einen Hut zu bekommen und gleichzeitig alle Bedürfnisse zu bedienen, wurden immer größer.
Jetzt wirst du vielleicht sagen, ‚Ja das ist normal‘, ‚das ist eben so‘.
Für uns war und ist es das nicht. Die Sehnsucht als Familie die Zeit des Tages gemeinsam zu verbringen wurde immer größer. Gleichzeitig weiterhin auch auf meinen inneren Ruf als Heilerin zu hören um meinen Seelenauftrag hier auf dieser Erde zu erfüllen.
Nur wie kann diese Sehnsucht mit dem ‚normalen‘ Leben verbunden werden?
Garn nicht! Das ist zumindest unser Resume.
Deshalb sind wir jetzt hier. Aus diesem Grund haben wir uns für einen Moment von unserem ‚normalen‘ Leben gelöst und sind auf Reisen.
Wielange? Bis wir heim fahren!
Wie es ‚danach‘ weiter geht? Keine Ahnung. Denn es geht nicht mehr darum, unser Leben monatelang oder vielleicht Jahre im Voraus zu planen. Es geht vielmehr um das JETZT.
Ich weis jedoch, dass wir alle Antworten finden werden.
Wo? Ganz klar IN UNS!

Dieser Beitrag wir wieder ein Projektionsfeld für einige erschaffen. Das ist mir klar und bewusst.
Ich bin jedoch so gut an die geistige Welt angebunden wie noch nie und ich habe ganz klar den Auftrag, alte Strukturen aufzurütteln und Missstände sichtbar werden zu lassen.
Das ich dadurch als Person manchmal nicht nur Lächeln bekomme, ist ok für mich.
Denn es geht nicht um mich. Es geht um einen Shift des menschlichen Bewusstseins und meine Aufgabe ist es, dies zu unterstützen.
Ich bin hier um meinen Finger in deine Wunde zu legen, um dich auf deine Schmerzen aufmerksam zu machen und dich zu fragen ob du glücklich bist! Angenehm hin oder her.
Es geht darum, alte Konditionierungen zu erkennen, zu hinterfragen und abzulegen.
Es geht darum, seinem Leben einen Sinn zu geben und unseren wahren Seinsgrund zu leben.
Wenn sich in dieser so kaputten Welt noch etwas zum Guten wenden soll, dann geht das nur, indem wir alle etwas verändern und zwar nicht nur unsere Sockenfarbe.
Deshalb schreibe ich so ehrlich, offen und auch angreifbar diesen Beitrag.
Ich möchte dich dazu auffordern, auch dein Leben in die Hand zu nehmen und zu hinterfragen.
Was passt nicht mehr hinein und was braucht dringend Veränderung? Es geht schon lange nicht mehr nur um Renovierung des Alten. Es braucht mehr als das! Es braucht Vertrauen in die Unsicherheit und Vertrauen in unsere Göttlichkeit.
Ich kann nicht sagen, dass dieses Familienleben immer nur leicht ist. Nein, ganz und gar nicht.
Denn je mehr Bewusstsein ich für mich selbst erfahre, umso bewusster werden auch unsere Kinder. Sie wissen ganz klar was sie brauchen und wollen. Das ist oft echt herausfordernd.
Jedoch erfahren wir alle eine liebevolle Nähe zueinander.
Wir sind hier gerade auf wenigen qm zusammen und erleben dadurch auch gemeinsam Höhen und Tiefen des Alltags.
Ich weine wenn ich weinen muss, ich lache wenn mir danach ist. Die Kinder weinen wenn Sie weinen müssen und machen stundenlang Unsinn.
Das ist herrlich. Denn die wenigsten Dinge des Lebens sind Sinnvoll.
Deshalb drehen wir es einfach um und genießen all die kleinen, wunderbaren Diamanten des Tages. Legen das Handy eher viermal mehr zu Seite als sonst und geben uns ganz dem Moment hin. Wir wenden uns offenen Herzens uns selbst und unseren Kindern zu, wir leben einen respektvollen Umgang untereinander, achten den Anderen und wir lernen vom Leben – jeden Tag.
Ja unser Ego will immer mitquatschen, ja es will uns immer sagen was ‚Richtig‘ und was ‚Falsch‘ ist und was wir doch lieber anders zu machen haben. Wir Menschen sind einfach mal so richtig gut konditioniert. Ich sag nur Pawlowscher Hund Reflex…die Glocke klingelt, Speichelfluss setzt ein und das Essen wird hingestellt.
Das wieder zu unterbrechen ist DIE Aufgabe.
Sich zu dekonditionieren, statt auf das Geplapper der Geistes zu hören, in sich hinein zu fühlen und das Herz zu fragen, was es gerade braucht, DARUM geht es jetzt.
Es geht nicht mehr darum nach rechts oder links zu schauen und sich zu fragen was die Anderen wohl dazu sagen oder wie DIE das machen. Sondern es geht nur um DICH und DEIN eigenes Leben. Das was sich für dich richtig anfühlt, ist auch richtig für dich.
Egal was ‚man‘ davon hält.
Du kannst die Welt verändern, wenn du dich veränderst.
Wir lassen uns ein auf diesen intensiven Shift des Kosmos. Die Erde und wir Menschen verändern sich, das ist nicht aufzuhalten. Es ist sogar wichtig.
Damit diese Veränderungen, die sowieso stattfinden – auch wenn du es nicht willst, nicht so weh tun, ist es ratsamer, sich vom eigenen Herzen weiter tragen zu lassen und endlich damit zu beginnen, dein inneres Licht wahrzunehmen und dein Leben so zu gestallten, wie DU es willst!
Kopf aus, Herz an.
Von Herz zu Herz
Kristin
